Brav auf 80 % laden? Was wirklich zählt für die Lebensdauer deines e Auto Akkus
Viele laden ihr e Auto vorsichtig nur bis 80 % oder sogar 60 % und fahren nie zum Schnelllader. Gut gemeint, aber nicht immer sinnvoll. Der Akku Doktor Andreas Schmitz zeigt in einem Video, warum. Wir haben die wichtigsten Punkte für dich zusammengefasst.
Zwei Uhren im Akku
Ein Akku altert auf zwei Arten. Die zyklische Alterung entsteht durch Laden und Entladen, dabei steht das Material unter mechanischem Stress, und hohe Ladestände über 80 % bedeuten hohe Spannung. Die kalendarische Alterung läuft einfach mit der Zeit, besonders stark bei Hitze und hohem Ladestand. Als Faustregel nennt der Gast im Video, den Akku im Alltag eher zwischen 20 und 80 % zu bewegen.
Rumstehen kostet mehr als Fahren
Laut Modellrechnung des Kanals gehen beim e Auto etwa zwei Drittel des Kapazitätsverlusts auf die Zeit zurück, nicht auf das Fahren. Zum Vergleich: Ein Handy macht rund 300 Ladezyklen im Jahr, ein e Auto nur 40 bis 60 Vollzyklen. Deshalb hält derselbe Zelltyp im Auto in der Rechnung 18 Jahre, im Handy nur 3.
Der beste Akku passt zu deinem Alltag
Das Ziel ist eine Punktlandung: Akku und Auto sollen ungefähr gleichzeitig am Ende sein. In den Beispielen nutzt die Kita Mama mit kleinem Akku und 12.000 km im Jahr ihren Akku gut aus. Der Akkuschoner, der nur bis 60 % lädt, hätte einen Akku, der in der Rechnung etwa 37 Jahre hielte, mehr als das Auto je erlebt. Und wer einen großen Akku mit 100 kWh nur selten nutzt, verbraucht in der Rechnung nur etwa 0,4 Akkus, bezahlt aber den ganzen. Die Botschaft: nicht den kleinsten Akku kaufen, sondern den passenden. Bei Vielfahrern kann auch die Zellchemie entscheiden, LFP gilt als langlebiger, NMC und NCA bieten mehr Reichweite pro Kilo.
Warten auf den Wunderakku lohnt meist nicht
Im Vergleich eines Tesla Model S von 2013 mit einem Model 3 von 2020 lagen beide nach 15 Jahren in der Schätzung noch deutlich über 75 bis 80 % Restkapazität. Ein Model 3 mit LFP Akku kam sogar auf fast 90 %. Der Kanal betont, dass das eine grobe Näherung auf Basis von Fahrdaten und Studien ist. Nur für Vielfahrer wie Taxis könnte ein künftig besserer Akku Geld sparen.
Tipps für den Alltag
- Akku für den Alltag kaufen, nicht für den Ausnahmefall. Im Urlaub einmal mehr laden.
- Das Auto nicht in der Sonne parken und möglichst bei niedrigem Ladestand abstellen.
- Wer wenig fährt, fragt sich besser, ob ein kleinerer Akku reicht.
- Dauerschonen lohnt vor allem für Vielfahrer.
Fazit
Der beste Akku ist nicht der größte und nicht der am meisten geschonte, sondern der, der fertig ist, wenn das Auto fertig ist. Du weißt nicht, welche Akkugröße zu deinem Alltag passt? Sprich mit uns. e Hinkel in Zeven berät dich gern persönlich zu e Mobilität und e Auto.
Quelle
Video "e Auto immer brav auf 80% Laden? Warum ich diesen QUATSCH nie wieder mache!" von Andreas Schmitz (Der Akku Doktor): https://youtu.be/40yX1rPhwZE
e. Hinkel
Weitere Leistungen: Batterietest & SoH-Zertifikat · Unfallgutachten für e Autos
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